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Karl Putz
Sonderschulrektor a. D.
geb. 28.4.1926 — gest. 27.4.2011
Sulzbach-Rosenberg
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Herr Lic.jur. Georg Iro war viele Jahre Vorsitzender der SL im Saarland.
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Theresia Weiss
geb. 08.04.1921
Frau Weiß wurde in Unterpilmersreuth bei Eger geboren; durch die Vertreibung kam sie nach Waldsassen, das nur wenige Kilometer von ihrem Geburtsort entfernt liegt. Dort heiratete sie 1946 und verbrachte ihr Leben in Waldsassen.
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Robert Ditz
geb. 26.05.1930
Herr Ditz lebte ab seinem sechsten Lebensjahr in Mühlbach, wo er das Fleischerhandwerk erlernte und seine Eltern eine Fleischerei betrieben. Nach der Vertreibung kam seine Familie nach Schirnding, wo seine Eltern wieder eine Fleischerei gründeten, die er weiterführte. Neben seinem Beruf widmete er sich der Egerländer Volksmusik, trat als Solist und mit einer Kapelle bei vielen Anlässen auf und war dadurch weithin bekannt. Er hatte noch Pläne für eine Konzertreise, als er plötzlich aus dem Leben scheiden mußte.
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Im September 2010
Neu im Literaturverzeichnis
Siegl, Karl: "Einladungen zu Festschießen aus der Egerer Vergangenheit"; in: Egerer Zeitung, 1900, Nr. 96, 98
Wilhelm, Franz: "Ächtung und Todtschlagsühne im mittelalterlichen Eger"; in: Egerer Zeitung, 1900, Nr. 102, 103
Im August 2010
Neu im Literatur-Verzeichnis
Prof. Dr. Ottomar R. v. Steinhaussen: "Die metereologischen Verhältnisse in Eger im Jahre 1888"
Sturm Heribert: "Der Egerer Volkstag von 1897"
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Im Juli 2010
Rüdiger Bauer: "Wie und warum wir so waren?"
Rüdiger Bauer, ein gebürtiger Sudetendeutscher aus Komotau, hat im Wagner-Verlag, Gelnhausen, seine Erinnerungen aus den Jugendjahren veröffentlicht. Näheres darüber findet der Interessierte auf der Website www.rüdiger-bauer.com
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Im Mai 2010
Familienforschung im Sudetenland Online
Wer bisher im Sudetenland seine Vorfahren erforschen und dazu die Kirchenbücher einsehen wollte, mußte in das Archiv nach Pilsen (Státní oblasti archiv v Plzni) fahren; nun hat das Archiv begonnen, die digitalisierten Kirchenbücher über das Internet zugänglich zu machen, allerdings sind bis jetzt erst die Orte mit Anfangsbuchstaben A - D auf diese Weise bearbeitet, wobei die tschechische Schreibweise verwendet wird. Näheres dazu finden Sie unter Kirchenbücher Online.—◊—
Im Januar 2010
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| Der Antritt des neuen Jahrhunderts |
| Edler Freund! Wo öffnet sich dem Frieden, |
| Wo der Freiheit sich ein Zufluchtsort? |
| Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden, |
| Und das neue öffnet sich mit Mord. |
| Und das Band der Länder ist gehoben, |
| Und die alten Formen stürzen ein; |
| Nicht das Weltmeer hemmt des Krieges Toben, |
| Nicht der Nilgott und der alte Rhein. |
| Zwo gewaltge Nationen ringen |
| Um der Welt alleinigen Besitz, |
| Aller Länder Freiheit zu verschlingen, |
| Schwingen sie den Dreizack und den Blitz. |
| Gold muß ihnen jede Landschaft wägen, |
| Und wie Brennus in der rohen Zeit |
| Legt der Franke seinen ehrnen Degen |
| In die Waage der Gerechtigkeit. |
| Seine Handelsflotten streckt der Brite |
| Gierig wie Polypenarme aus, |
| Und das Reich der freien Amphidrite |
| Will er schließen wie sein eignes Haus. |
| Zu des Südpols nie erblickten Sternen |
| Dringt sein rastlos ungehemmter Lauf, |
| Alle Inseln spürt er, alle fernen |
| Küsten - nur das Paradies nicht auf. |
| Ach, umsonst auf allen Länderkarten |
| Spähst du nach dem seligen Gebiet, |
| Wo der Freiheit ewig grüner Garten, |
| Wo der Menschheit schöne Jugend blüht. |
| Endlos liegt die Welt vor deinen Blicken, |
| Und die Schiffahrt selbst ermißt sie kaum, |
| Doch auf ihrem unermeßnen Rücken |
| Ist für zehen Glückliche nicht Raum. |
| In des Herzens heilig stille Räume |
| Mußt du fliehen aus des Lebens Drang, |
| Freiheit ist nur in dem Reich der Träume, |
| Und das Schöne blüht nur im Gesang. |
Friedrich Schiller
1759 - 1806
Die Jahre 2008 und 2009 waren randvoll mit Gedenktagen; daß auch vor 250 Jahren Friedrich Schiller geboren wurde, ging angesichts der historischen Gedenktage etwas unter, dabei hätte er vieles zur Zeitgeschichte beizutragen, denn seine erlebte Zeit ist enger mit der des 20.ten Jahrhunderts verbunden, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Erscheint die Lebenszeit Schillers schon entrückt, will es den Zeitgenossen nicht gelingen, die Jahre vor 1945, die nun eine Menschenleben und länger zurückliegen, historisch zu betrachten. Zuviele Interessen - politische, finanzielle - und Komplexe sind damit verbunden, der Blick zurück der Historiker ist gekennzeichnet von Beschönigungen, Lügen, Auslassungen - von den Politikern, die meist sowieso die negative Auslese darstellen, gar nicht zu reden.
Zu Anfang des 19.ten Jahrhunderts erschien obiges Gedicht; die Situation ist jedem sofort gegenwärtig: Die Armeen Napoleons wäzen sich bis nach Rußland, die seefahrenden Nationen Europas unterwerfen die Völker der außereuropäischen Erdteile.
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26. Oktober 2009
Die Mühlbacher Kirche renoviert
Am 24. Oktober fanden sich in der Kirche in Mühlbach – der angeblich ältesten Kirche Böhmens – ungefähr 50 Personen ein zur offiziellen "Übergabe" der bei der Renovierung neuentdeckten Fresken in einem Nebenraum, rechter Hand des Haupteinganges des Gotteshauses; bevor die deutsche Bevölkerung aus dem Ort vertrieben wurde und die Kirche intakt war, befand sich dort ein der heiligen Barbara geweihter Nebenaltar und ein Beichtstuhl. Die Wandgemälde sollen vor ungefähr 500 Jahren entstanden sein.
Der Bürgermeister von Pomezí berichtete über Geschichte und Mühen der Erneuerungsarbeiten und deren Kosten (8 000 000 Kronen). Herr Wohlrab, der Bürgermeister der Nachbarstadt Schirnding, sprach ein Grußwort. Die an der Freilegung und Restaurierung des Freskos beteiligte Konservatorin erläuterte die Bilderfolge.
Ein Frauenchor beschloß mit einem kleinen Konzert die Veranstaltung.
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Das deutsche Mühlbach
Mühlbach – nach der Vertreibung der Deutschen Pomezí genannt – hatte 1943 635 Einwohner, die in 146 Haushalten lebten; eine Liste der letzteren unter dem Namen des sogenannten Haushaltsvorstandes und dessen Beruf finden sie in Geschichte/Dokumente: Die Haushaltungen von Mühlbach 1943
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Im Oktober 2009:
Zum dritten Male Zahlen zu Egers Bevölkerung
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Im September 2009:
Eine Ergänzung zu "Einwohnerzahl der Stadt Eger" in "Geschichte/Dokumente" finden Sie in: Die Stadt Eger in der Statistik 1932.
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Im September 2009:
Neues zur Alten Geschichte der Stadt Eger
Über Jahrhunderte hinweg kämpften die Egerer um ihre reichsunmittelbare Stellung; die Anredeform in amtlichen Schreiben war dafür eine wichtige Formalie; eine Zusammenfassung dieser Bemühungen finden Sie unter: Der Titel der Stadt Eger.
Eger nahm 1564 die evangelische Lehre an; der hier tätige Superintendent verfaßte zum Jahre 1588 eine entsprechende Eheordnung: Die Eheordnung von 1588.
Das Fastnachtstreiben war so fest im Brauchtum des Volkes verankert, daß die um das Seelenheil der Bürger besorgten "Stadtväter" vergeblich mit Verordnungen dagegen ankämpften: Die Fastnachtsordnung von 1576 und Das Fastnachts-Decret von 1644.
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Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" vom 2. September 2009 berichtet:
Sudetendeutsche gescheitert
Prag untersagt die Gründung einer Landsmannschaft
Das tschechische Innenministerium hat die Gründung einer "Bürgervereinigung Sudetendeutsche Landsmannschaft in Böhmen, Mähren und Schlesien" untersagt. Ein entsprechender Antrag dreier tschechischer Staatsbürger wurde mit der Begründung zurückgewiesen, es sei ihr Ziel, die Verfassung und die Gesetze der Tschechischen Republik sowie die "in Demokratien garantierten Rechte und Freiheiten" zu verletzen. Das Innenministerium bezieht sich in seinem Bescheid auf die Satzung der Bürgervereinigung, welche die Initiatoren ihrem Antrag beigelegt hatten. Darin werden "Vertreibung, Genozid und ethnische Säuberungen verurteilt, zu denen es nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Territorium Mittel- und Osteuropas gekommen ist". Die Vereinigung fordert, die Täter als "Kriegsverbrecher" vor Gericht zu stellen, die Beneš-Dekrete aufzuheben, konfiziertes Eigentum zurückzuerstatten und den Vertriebenen das Recht auf Erwerb der tschechischen Staatsbürgerschaft zuzubilligen. Dem hält das Innenministerium entgegen, daß das tschechische Verfassungsgericht bereits im März 1995 das Konfiszierungsdekret als "legal" und "legitim" bezeichnete, als eine "adäquate und wertmäßig begründete Reaktion" auf die Haltung der Deutschen in Böhmen und Mähren während der Krisenjahre der Zwischenkriegszeit.
Die Initiatoren berufen sich unter anderem auf die Sudetendeutschen Landsmannschaften in Deutschland und in Österreich. Daraus zieht das Innenministerium den Schluß, daß die Bürgervereinigung sich mit deren Zielen identifiziere, nämlich mit der "Durchsetzung des Rechtsanspruchs auf Heimat" sowie mit dem Anspruch auf Restitution und Entschädigung. Nach Auffassung des Innenministerium widerspreche das dem Potsdamer Abkommen sowie dem Pariser Überleitungsvertrag von 1954, der es nicht erlaube, Besitzansprüche gegenüber Ländern der siegreichen Koalition zu erheben, zu denen auch die Tschechoslowakei gehört habe. Die Initiatoren haben gegen den Bescheid bereits Klage eingereicht.
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Die "Sudetendeutsche Zeitung" vom 10. Juli 2009 berichtet:
Ralf Heimrath zurückgetreten
Ralf Heimrath, seit Januar 2007 Bundesvüarstäiha der Egerländer Gmoin, hat zum 1. Juli sein Amt niedergelegt, wie er angibt aus beruflichen und gesundheitlichen Gründen; so habe er seine Arbeit als Leiter des Oberpfälzer Freilandmuseums in Nabburg-Perschen verloren.
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Die Dokumentation
Verschwundenes Egerland
wird ab dem 25. Juni bis zum 30. August 2009 im Sengerhof in Neualbenreuth zu sehen sein; sie zeigt die Veränderungen einer über Jahrhunderte gewachsenen Landschaft nach 1945. Die Ausstellung konzentriert sich auf das Gebiet rund um die Orte Eger, Franzensbad, Wildstein, Schönbach und Fleißen. Geöffnet ist am 27. Juni von 19 bis 20, am 28. von 10 bis 12 Uhr; sonst Montag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr.
Die Tageszeitung "Der Neue Tag" berichtet am 27. Juni über die Eröffnung auf Seite 20 unter der Überschrift:
Ergreifende Ausstellung gegen das Vergessen
Auf einem ergänzenden Foto sind zu sehen der Bürgermeister von Neualbenreuth Albert Köstler, Austellungsleiterin Iva Votroubkova, die Direktorin des Egerer Museums Eva Dittertova, der Vorsitzende und stellvertretende Vorsitzende der Alois-John-Gesellschaft Jaromír Boháč und Roman Salamanczuk und der Kreisvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft Horst Adler.
Konzipiert hat diese Ausstellung Herr Boháč, der sich mit der Alois-John-Gesellschaft "die Erhaltung und Erneuerung der historischen und zeitgeschichtlichen Identität des Egerlandes" (was immer das heißen mag) zum Ziel gesetzt hat ; zusammen mit dem Museum Eger und dem Fichtelgebirgsmuseum konnte sie realisiert werden.
"Allmählich finden wir immer weniger Menschen, die über diese Dörfer berichten können", bedauerte Albert Köstler bei der Eröffnung; er hob hervor, daß die Ausstellung von Tschechen gestaltet wurde; sie könne die Geschichte für die jüngere Generation in Erinnerung bringen und gegen das Vergessen ankämpfen. Frau Eva Dittertova lobte die gute Zusammenarbeit mit der deutschen Seite und mahnte an, die Grenzen zu überwinden. "Wir – das Egerland – können auf eine reiche Geschichte zurückblicken", so Roman Salamanczuk. Der Vorsitzende der Alois-John-Gesellschaft sprach von Überlegungen, auch die Fraisch mit in die Arbeit einzubeziehen: "Wir wollen nicht, daß die Kultur des Egerlandes stirbt."
"Verschwundenes Egerland" war schon 2007 in Eger zu sehen; einen Hinweis darüber und über den sehr guten Begleitband finden Sie acht Beiträge weiter unten.
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Jubiläumsfeier am Bismarck-Turm
am 20. Juni 2009
Der Bismarckturm auf dem Grünberg bei Eger ist zum beliebten Ausflugsziel geworden, jetzt auch von Pechtnersreuth aus leicht mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen. Am Samstag, den 20. Juni, wird ab 14 Uhr dessen hundertster "Geburtstag" gefeiert mit gemütlichem Beisammensein, mit Würstchenbraten, Kinderwettbewerben, musikalischer Unterhaltung. Die Nachbarstädte Waldsassen und Eger werden auch mit Informationsständen vertreten sein.
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Erneuerung des Turm-Daches der Franziskaner-Kirche
Die Erneuerung der Dächer der Türme der Nikolaus-Kirche erregte in Eger und Umgebung große Aufmerksamkeit, was auch bei der Dominanz dieses Gebäudes im Stadtbild verständlich ist. Fast unbeachtet wurde das Dach der Franziskaner-Kirche saniert; im November wurde Renovierung abgeschlossen.
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Bestattung deutscher Kriegstoten auf dem Friedhof in Eger
Nach 68 Jahren werden nun die Gebeine von 5500 Menschen, die in den letzten Kriegstagen ums Leben gekommen sind – deutsche Soldaten, 450 Zivilisten, darunter 250 Frauen –, auf dem Friedhof in Eger bestattet.
Am Mittwoch, dem 12. November 2008, versammelten sich aus diesem Anlaß zu einer schlichten Feier an der Begräbnisstätte Dr. Jan Svoboda, der Bürgermeister von Eger, sein Stellvertreter Michal Pospíšil; Botschafter Helmut Elfenkämper, Volksbund-Präsident Reinhard Führer, Volksbund-Landesvorsitzender Dr. Wilhelm Weidinger, Außenminister-Berater Dr. Tomaš Kosta. Dazu kamen noch einige Männer und Frauen aus Eger und den angrenzenden Landkreisen Tirschenreuth und Wunsiedel.
Das Interesse der Medien war sichtlich groß, denn die Anlage der elften und letzten deutschen Kriegsgräberstätte in Tschechien hatte eine jahrelange, hitzige Debatte verursacht; über Jahre verhandelte der Volksbund vergeblich mit Gemeinden über ein geeignetes Friedhofsgelände. Ende Mai war der Vertrag zwischen der Stadt Eger und dem Volksbund unterzeichnet worden; dieser unterstützt die Baumaßnahme mit 900 000 Euro bei Gesamtkosten von 1,6 Millionen.
Der katholische Priester Petr Hruska von der Stadtpfarrei Eger rief dazu auf, den Weg der Versöhnung mit dem gemeinsamen Gebet zu gehen. Mit Pfarrer Hruska gestalteten die kurze Andacht der evangelische Pfarrer Marek Ryšanek und die Pastorin aus Hohenberg, Frau Cordula Winzer-Chamrad. Ein gemeinsames Vaterunser – von den Gästen aus Deutschland und Tschechien in der jeweiligen Muttersprache gebetet – beschloß die Feier.
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Erneuerung der Dächer der Türme der St. Nikolauskirche
Die Arbeiten an der St. Nikolauskirche fanden in der Bevölkerung erhebliches Interesse; eine große Menschenmenge beobachtete die Montage der einzelnen Turmspitzen. Inzwischen sind die Arbeiten (äußerlich) fast abgeschlossen. Einige Bilder von den Arbeiten finden Sie unter Bildergalerie, Nikolauskirche.
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Neue Bücher über Eger
Boháč, Jaromír: Starý Cheb / Das alte Eger; Cheb 2007
Obwohl das Druckwerk nur ca. 30 Seiten in den Maßen 30 · 18,5 cm umfaßt, ist es doch solide gemacht: Papier und Druck sind hervorragend, der Umschlag ist ansprechend gestaltet. Die Bilder sind – wie schon der Titel anzeigt – zweisprachig beschriftet; und das Heft enthält fast nur Bilder von Eger; das jüngste stammt von 1935. Ein Vorwort von eineinhalb Seiten gibt einen Abriß der Stadtgeschichte ab ca. 1900, wobei die politische Entwicklung in hilflos nebulose Worte gekleidet wurde, aber dies beinträchtigt den Wert des Büchleins in keiner Weise. Jeden Freund von Eger kann der Kauf nur empfohlen werden; eine internationale Buchnummer ist nicht zu entdecken; in Eger ist es für 80 Kronen zu erwerben.
Boháč, Jaromír: Cheb; Cheb 2007
Oben genannte Broschüre desselben Autors ist offensichtlich ein Nebenprodukt dieses Buches mit ca 200 Seiten mit den Maßen 30 · 24 cm mit festem Einband, dessen äußere Gestaltung sehr eigenwillig ist. Der Text ist dreisprachig: tschechisch, deutsch und englisch. Der Bürgermeister der Stadt führt u.a. im Vorwort aus:" ... Diese Publikation möchte als Bildkalendarium die Entwicklung der Stadt im Verlauf des 19. Jahrhunderts erfassen und die Wandlungen ihrer bekanntesten Dominanten fast bis zu unserer Zeit belegen ...". Was immer das auch heißen mag, reichhaltigeres Bildmaterial dieses Zeitraumes ist wohl kaum irgendwo versammelt; wie bei obigem Heft auch in hervorragendem Druck auf gutem Papier. Die Zusammenfassung der Geschichte der Stadt umfaßt ca. 4 Seiten und wird dem übrigen Inhalt nicht gerecht. Es gilt gleiches wie oben: für jeden Freund von Eger ist der Besitz dieses Buches Pflicht; eine internationale Buchnummer ist nicht zu finden. In Eger kann das Werk für 300 Kronen erworben werden.
Hermann Stock
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Nachruf
Rudolf Messering
10.11.1919 – 4.3.2008
Am 26. Juli 1992 konnten bei den Grundmauern der abgetragenen St.Anna-Kirche die ehemaligen Pfarrangehörigen von St. Anna und Mühlbach mit unzähligen anderen Egerländern die Einweihung einer Gedenkstätte mit Kriegerdenkmal feiern; dieses damals unerhörte und unglaubliche Ereignis war allein das Verdienst von Herrn Messering, der mit Zielstrebigkeit und Ausdauer die Gunst der Stunde genutzt und etwas zuwege gebracht hat, was bis jetzt ohne Beispiel geblieben ist. So steht heute auf dem Grünberg nicht nur eine Erinnerungsstätte der vertriebenen Egerländer, sondern auch wir werden, solange wir diesen Ort besuchen können, uns des Initiators erinnern, der am vierten März seinen Erdenweg beendet hat.
Rudolf Messering war aber auch viele Jahre der Organisator der Treffen der Pfarrangehörigen von St. Anna und Mühlbach, bis er aus Gesundheitsgründen diese Aufgabe in anderer Hände weitergeben mußte.
Nicht unerwähnt darf bleiben, daß er einen wichtigen Teil seines Lebens in drei Büchern dargestellt hat; anders als in historischen Handbüchern wird dort das Leben in den schwersten Jahren der deutschen Geschichte aus der Sicht des sprichwörtlichen "Mannes aus dem Volke" erzählt; dies wäre eine große Hilfe zum Verstehen des Lebens dieser Generation für diejenigen, denen ein solches Schicksal erspart geblieben ist.
Mit Rudolf Messering ist nun wieder ein Mensch von uns gegangen, der noch bewußt im deutschen Egerland aufgewachsen ist und sich darum bemühte, die Erinnerung an die verlorene Heimat zu bewahren. Ohne Pathos müssen wir eingestehen, daß die Lücke nicht mehr geschlossen werden kann, die er hinterlassen hat.
Hermann Stock
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Neu unter "Volkskundliches" am 1. Advent 2007:
"Aberglaube im Egerland zu Weihnachten"
Mit dem ländlich–bäuerlichen Leben verschwanden auch die mit diesem verbundenen Sitten und Bräuche; schon vor ungefähr 100 Jahren war es höchste Zeit, den Bestand zu sichern. Der oben genannte Aufsatz gibt darüber Rechenschaft.
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Neu unter Geschichte im November 2007: "Die Herkunft der Deutschen in Nordwest-Böhmen"
In den Jahrzehnten vor und nach 1900 hat die Frage nach der Herkunft der Deutschen in Nordwest-Böhmen Historiker und Philologen deutscher und tschechischer Muttersprache besonders beschäftigt. Die Zeitumstände begünstigten auch die Behandlung dieses Problems, gab es doch im damaligen Böhmen noch viele deutschsprachige Wissenschaftler, die slawische Sprachen - vor allem das Tschechische - beherrschten und viele slawischsprachige, die des Deutschen mächtig waren. Es ging –und geht&ndash dabei vor allem um die Frage, ob die germanischen Stämme aus Böhmen vollständig abgezogen sind oder Reste zurückgeblieben sind, d.h. bei einem vollständigen Wegzug wären erst nach ungefähr einem halben Jahrtausend Menschen germanischen Ursprungs in der sogenannten Kolonisationszeit nach Böhmen gekommen; im zweiten Falle wäre eine durchgehende geringe germanische Besiedlung Böhmens gegeben. Wobei allerdings auch noch zu beachten wäre, daß man die germanischen Stämme nicht mit den "Deutschen" gleichsetzen darf; genausowenig darf man das tschechische Volk mit den Slawen gleichsetzen, die nach dem Abzug der germanischen Stämme in Böhmen einwanderten. Die damals entstandenen wissenschaftlichen Untersuchungen sind keineswegs überholt, im Gegenteil, sie konnten nur geringfügig ergänzt werden. Die hier vorgestellte Arbeit von Rudolf Käubler gibt eine Einführung in die damalige und jetzige Diskussion des Themas.
(Hermann Stock, im November 2007)
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Jaromír Boháč — Roman Salamanczuk
Zmizelé Chebsko
Das verschwundene Egerland
Das ist der Titel des Begleitbandes zur gleichnamigen, erfolgreichen Ausstellung im Egerer Museum, die vor kurzem zu Ende gegangen ist. So informativ die Ausstellung gestaltet war, so ist es auch das oben angezeigte Druckwerk, denn es gibt diese in verkleinertem Maßstab wider. Der erläuternde Text ist zweispaltig tschechisch ⁄ deutsch, ebenso sind es die Bildunterschriften. Die Bebilderung – historische Ortsbilder, heutige Ansicht, Lageskizzen, Ortspläne – nimmt im übrigen den größten Teil des Buches ein.
Folgende Orte werden behandelt: Boden, Haid, Zettendorf, Schwarzenteich, Siechenhaus, Döba, Tobiesenreuth, Doberau, Eichelberg, Höflasgut, Fischern, Siehdichfür, Oberkunreuth; Oberpilmersreuth, Tannenberg, Gassnitz, Schönlind, Mattelberg, Mies, Bruck, Neuhof, Ulrichsgrün, Kreuzenstein, Markkausen, Rathsam, Krondorf, Sorgen, Dürr, Ehmet, Grün, Großenteich, Wogau, Dürrengrün, Wies, Schirnitz.
Als Anhang ist noch beigegeben:
1. Verzeichnis der Ortschaften des politischen Bezirks Eger bis 1948.
2. Gemeinden und Ortschaften des Gerichtsbezirks Eger bis 1948.
3. Gemeinden und Ortschaften des Gerichtsbezirks Wildstein bis 1948.
4. Auflösung von Ortsgemeinden im Bezirk Eger 1948 – 1980
5. Karte der nach 1945 zerstörten Ortschaften.
6. Literatur und Quellen.
Wer von den vertriebenen Egerländern hätte gewagt, daran zu denken, daß eine solche Ausstellung im Egerer Museum möglich sein könnte. Wer die Ausstellung versäumt hat, sollte sich den Begleitband besorgen, der noch an der Museumskasse für 200 Kronen zu haben ist. Wer den Weg nach Eger nicht machen kann: mit der ISBN 978 – 80 – 85018 – 59 – 2 kann das Buch in jeder Buchhandlung bestellt werden.
(Hermann Stock, im November 2007)
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Neu im September 2007:
in der Rubrik "Geschichte":
Der Winterkönig Friedrich V. von der Pfalz und der Mythos von der Schlacht am Weißen Berg.
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Der Neue Tag, 9. März 2007
Austritt aus der Euregio
Der westböhmische Kurort Františkovy Lázně / Franzensbad will Medienberichten zufolge spätestens am Jahresende aus der deutsch-tschechischen "Euregio Egrensis" austreten. Die Mitgliedschaft in dem grenzüberschreitenden Verband habe für die Stadt nicht die erwartete Bedeutung, zitierten Zeitungen in Prag am Mittwoch einen Behördensprecher. Der Rat des Kurortes habe den Austritt bereits beschlossen, hieß es. Den Blättern zufolge hatte zuvor bereits der benachbarte Landkreis Karlový Vary / Karlsbad seinen Austritt beschlossen.
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Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt am 13. November 2006:
Beneš-Dekrete rechtswirksam
Entscheidung des Prager Innenministeriums im Fall Salm
Eine Entscheidung des Prager Innenministeriums in der Staatsbürgerschaftsangelegenheit Salm widerlegt die offizielle Darstellung, die Beneš-Dekrete seien in der Tschechischen Republik lediglich "totes Recht" oder entfalteten jedenfalls keine Wirkungen mehr, die mit europäischem Recht unvereinbar wären. Wie seine sozialdemokratischen Vorgänger Gross und Gublan lehnte nun auch der konservative Ivan Langer unter Anwendung des Dekretes Nr. 33/1945 die Anerkennung der tschechoslowakischen Staatsbürgerschaft des 1946 verstorbenen Fürsten Salm-Reifferscheidt ab...
... In seiner Begründung hebt Langer ausdrücklich hervor, daß der Antragsteller den Beweis der Treue zur Tschechoslowakischen Republik zu erbringen hat, denn die Annahme deutscher Kollektivschuld ist durch das wiederholt angewendete Dekret Nr. 13 immer noch Bestandteil der tschechischen Rechtsordnung...
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"DER NEUE TAG" am 18. Oktober 2006:
Für Mitwirkende und Publikum ein Erlebnis
Benefizkonzert des Egerer Stiftungsfonds mit Basilikachor, Solisten und Kammerorcherster in der Nikolauskirche
Nach dem Verhallen des Schlußakkords zunächst mehrere Sekunden Stille, ehe aufbrausender Applaus die knisternde Spannung durchbrach: Ein großartiges Erlebnis für Mitwirkende und Publikum war das Benefizkonzert am Sonntag Nachmittag in der Nikolauskirche in Waldsassens Nachbarstadt Cheb (Eger).
Unter den Gästen erfreulich viele Zuhörer aus Waldsassen. Sie unterstützten mit ihrem Besuch ein ehrgeiziges Ziel. Denn den Erlös der Veranstaltung erhält der Stiftungsfonds "Historisches Eger". Er will die beiden Hauben der Türme rekonstruieren – in den Zustand vor der Zerstörung durch einen Luftangriff im April 1945.
"Großartiges Ergebnis"
Für den guten Zweck wurden viele Euro– und Kronen–Geldscheine in die Klarsichtbox gleich neben dem Eingang zur Kirche gesteckt – 15 569 Kronen und zusätzlich 658,70 Euro, " ... ein großartiges Ergebnis", freute sich Ulrika Hart, die den Stiftungsfonds auf deutscher Seite vertritt.>
Die Bankreihen in der Nikolauskirche waren durchwegs gut besetzt. Mit dabei waren Landrat Karl Haberkorn, Bezirkstagsvizepräsident Ludwig Spreitzer und Bürgermeister Herbert Hahn sowie von tschechischer Seite Oberbürgermeister Dr. Jan Svoboda, Bürgermeister und Stiftungsvorstand Vacláv Jakl, sowie Dr. Josef Pavel. Der Regierungspräsident des Bezirks Karlsbad hatte auch die Schirmherrschaft des Benefizkonzerts übernommen. Im Presbyterium hatte sich der Basilikachor postiert, auf dem Platz davor das Kammerorchester Eger. Es bildete zusammen mit den "Waldsassener Blechbläsern" einen imposanten Klangkörper. Beide Ensembles traten aber jeweils auch alleine auf ...
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Turmfest in Neualbenreuth: Jetzt zweiter Anlauf
Kommenden Sonntag, 20. August 2006, unternimmt der Oberpfälzer Waldverein und die Arbeitsgemeinschaft Grenzlandturm den zweiten Versuch, das wegen Regen verschobene Turmfest abzuhalten. Ab 14 Uhr spielt Alleinunterhalter Peter Hubrich aus Tirschenreuth beim Grenzlandturm.
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NEU im Juli 2006 unter der Rubrik "Mundart-Literatur":
Friedrich Dorschner: Schönlind im Kaiserwald
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NEU im Juli 2006 unter der Rubrik "Geschichte":
Die Badenischen Sprachenverordnungen und Der Volkstag in Eger.
NEU unter der Rubrik "Geschichte/Dokumente": Der 3. März 1919 in Eger
 
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Die Stadt Eger will die Grüfte auf dem Friedhof nicht auflassen
von J. Rak
Die vernachlässigten Grüfte auf dem Egerer Friedhof werden nicht beseitigt. Über das weitere Schicksal der fast vergessenen Ruhestätten verhandelten im Egerer Rathaus Vertreter der Balthasar–Neumann –Gesellschaft, der Friedhofsverwaltung und des Vereins der Freunde Alt–Eger.
"Die Grüfte wollen wir auf keinen Fall auflassen", betonte der Egerer Bürgermeister Vanoušek. "Wir wollen uns bemühen, auch über die Presse Interessenten zu finden, die eine Patenschaft für diese Grabstellen übernehmen", führte Vanoušek weiter aus. "Diese Personen sollten sich bis Ende März 2006 im Rathaus melden." Für einen Teil der Grüfte sollten laut den Ausführungen des Bürgermeisters Vereinigungen sorgen, die Stadt verpflichtet sich, für den Rest die nötigen Erhaltungsarbeiten zu sichern. "Wir setzen voraus, daß die in Frage kommenden Grabstellen nicht für Neubestattungen freigegeben werden", bemerkte Vanoušek.
Um die Mehrzahl der erwähnten Grüfte kümmerte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges niemand. Manche dieser Grabstätten sind über 200 Jahre alt.
Am 16. November 2005 fanden auf dem Egerer Friedhof weitere Verhandlungen statt. Es nahmen daran teil: Dr. P. Vanoušek, Bürgermeister der Stadt Eger; Dr. E. Ditterova, Direktorin der Egerer Kreismuseums; Dr. Jaromir Bohač, Direktor des Bezirksarchivs Eger; JuDr. Pavel Doucha, Rotary–Club Eger; Ing. F. Linda, Verein der Freunde Alt–Egers; Dr. R. Salamanč, Alois–John–Gesellschaft; J. Rak, Balthasar–Neumann –Gesellschaft; S. de Wolf, Geschäftsführer Fa. de Wolf; Ing. Karl Zima, Fa. de Wolf; Dr. J. Boček und O. Zieczowski, beide Abteilung der Komunalverwaltung Stadtamt Eger.
Es wurde festgestellt, daß die meisten Grüfte verwahrlost und ungepflegt sind, daß aber auch die vorhandenen Grabstellen bedeutende historisch–architektonische Kulturdenkmäler der Stadt Eger sind. Es ist höchste Zeit, sie zu erhalten und zu pflegen. Es sind hier bedeutende Persönlichkeiten der Stadt Eger bestattet, u. a. der Stifter der Volksbücherei in Eger Adam Kreuzinger, der Ehrenbürger der Stadt Dr. Hans Stanka, der Bildhauer Karl Wilfert d. Ä, die Baumeister Adam und Karl Haberzettl, die ehemaligen Bürgermeister der Stadt Eger Anton Friedrich, Max Künzl, Dr. Julius Gschier, Dr. Gustav Gschier, der Kaiserliche Rat Josef Krader, Adolf Stanka u. v. a.
Bei diesen Verhandlungen wurde vorgeschlagen, daß die Stadt den Personen kein Pachtgeld berechnet, die auf Grund eines Vertragsverhältnisses "Paten" der einzelnen Grabstätten werden und deren Unterhalt übernehmen.
Die Pflege der Ehrengräber übernimmt die Stadt Eger.
Das Stadtamt in Eger fordert Vereinigungen, Organisationen und Bürger in Deutschland auf, sich bis Ende März 2006 zur Übernahme der Pflege der Grabstätten auf dem Egerer Friedhof zu melden.
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NEU unter der Rubrik "Geschichte": Anti–sudetendeutsche Politik in der Tschechoslowakei 1918 – 1938.
 
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Frankfurter Allgemeine Zeitung
28. März 2006
"Sudetendeutsche wollen provozieren"
PRAG, 27. März (dpa). Der Ministerpräsident der Tschechischen Republik, Paroubek, hat eine Aufforderung der Sudetendeutschen Landsmannschaft zu direkten Gesprächen abgelehnt. Die Vertriebenenorganisation mit Sitz in München sei für die Regierung in Prag kein Partner, sagte der Sozialdemokrat am Montag. Präsident Klaus nannte die Aufforderung der sudetendeutschen Landsmannschaft eine Provokation. Das wahre Ziel der Organisation sei, die guten deutsch–tschechischen Beziehungen zu stören, kritisierte das Staatsoberhaupt. Die Landsmannschaft hatte die tschechische Regierung am Wochenende in einem Memorandum zu einem offenen Dialog über die gemeinsame Vergangenheit aufgefordert. Die Tschechische Republik hat jedoch stets bekräftigt, der einzige Partner dafür sei die deutsche Bundesregierung.
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1. Juni 1955
Herr Ernst Putz, Waagenmeister in Eger,
wurde nach zehn Jahren
aus tschechoslowakischer Internierung
und Zwangsarbeit
entlassen.
Krank durch diese Jahre,
konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben.
Mein Vater
starb als geliebter Mittelpunkt der Familie.
Sein Schicksal schmerzt mich noch immer.
Edith Bergler
Siehe: 10 Jahre tschechische Internierung
† † † Α † † † Ω † † †
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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 31. 08. 05, S. 12
(Zum Besuch des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler in Polen)
Eigener Kopf
Von Köhler kann auch so mancher Kardinal noch lernen. In Warschau sagte der Bundespräsident, keine ernstzunehmende politische Kraft in Deutschland wolle die Geschichte umdeuten und aus Opfern Täter machen, auch der Bund der Vertriebenen nicht. Das Gegenteil wird diesem und seiner Präsidentin Steinbach unterstellt, seit die mit ihrem Plan für ein Zentrum gegen Vertreibungen an die Öffentlichkeit gegangen ist. In Polen war die Aufregung besonders groß. Aber auch Deutsche, die es besser wissen müßten, ließen sich von ihr anstecken, sogar in höchsten Kirchenkreisen. Vielleicht hilft das Eintreten des Bundespräsidenten für das Recht der Deutschen, der eigenen Opfer von Krieg und Vertreibung zu gedenken, auch ihnen, von allzu billigen Behauptungen zu lassen.
In der Sache Ostsee-Pipeline dagegen trat Köhler als Anwalt der Polen und der Balten auf, die Schröder und Putin bei der Planung ihrer Energieachse umgangen hatten. Eine Woche vor Putins Wahlkampfeinsatz für Schröder, bei dem es auch um dieses Projekt gehen soll, erteilte der Präsident deswegen dem Kanzler eine öffentliche Rüge. Auch den Polen zeigte Köhler, daß er einen eigenen Kopf hat.
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Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 21. 08. 2005, S. 10
Halbiertes Mitgefühl
Die katholische Kirche Berlins und das "Zentrum gegen Vertreibungen": Ein Trauerspiel
Von Thomas Schmid
Am Ende dieser frommen Ereigniswoche gilt festzuhalten: Man kann der katholischen Kirche in Deutschland wahrlich nicht vorwerfen, sie habe die Zeichen der Zeit nicht verstanden. Gemeint ist damit nicht der trendige Event in Köln, sondern die Tatsache, daß das katholische Bistum zu Berlin die Verhandlungen mit der Stiftung zur Errichtung eines "Zentrums gegen Vertreibungen" über die Errichtung des Zentrums in der Sankt-Michaels-Kirche im Stadtteil Mitte gestoppt hat.
Seit Oktober 2003 hatte die Stiftung - mit Kenntnis des Bistums - mit dem katholischen Dompfarramt St. Hedwig verhandelt, und man war sich, von baulichen und finanziellen Details abgesehen, weithin einig gewesen. Nun der brüske Abbruch der Gespräche, zu dem der Berliner Kardinal Sterzinsky sagte, er sei nötig gewesen, weil die Errichtung des Zentrums "im Geist der Versöhnung derzeit nicht sichergestellt" sei. Deutlicher fiel die Mahnung von Prälat Karl Jüsten vom Katholischen Büro in Berlin aus. Er rief nach Konsens und fügte hinzu: "Es darf kein Ort des Revanchismus sein." Womit der Prälat formell nicht gesagt hat, was er tatsächlich doch gesagt hat: daß das Zentrum ein Ort des Revanchismus wäre.
Es gab Zeiten, in denen der Klerus den politisch Schwarzen auf der Kanzel und anderswo oft zu Diensten war und er seinen Schutzmantel über die Vertriebenen und ihre Organisationen hüllte. Es ist gut, daß diese Zeiten vorbei sind - weniger gut ist es, daß selbst Teile der katholischen Kirche nicht mehr den Mut haben, dem linksliberalen Mainstream dort entgegenzukommen, wo er offensichtlich einem Popanz huldigt.
Gewiß, ein "Zentrum gegen Vertreibungen" ist ein riskantes Vorhaben: Leicht kann es vor allem im östlichen Ausland, als Instument mißverstanden werden, mit dem sich Deutsche von der Täter- zur Opfernation umdeuten wollen.Und auch der Umstand, daß Erika Steinbach, die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, das Projekt betreibt, weckt mancherorts Ängste.
Und doch ist es ein Skandal, wie die Öffentlichkeit mit dem Vorhaben umgeht. Das beginnt mit jenen Journalisten, die wider besseres Wissen ein ums andere Mal vom "Zentrum gegen Vertreibung" schreiben, um mit dem Singular zu insinuieren, es solle nur der Opfer einer Vertreibung - der der Deutschen - gedacht werden. Und es endet bei zahlreichen SPD-Politikern und im Kultusministerium von Christina Weiss, wo man ein "Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität" favorisiert, um so dem "Zentrum gegen Vertreibungen" das Existenzrecht abzusprechen und es in die Ecke des nationalen Ressentiments und der Geschichtsrelativierung zu rücken. Es scheint um die Rehabilitierung jener halbierten Empathie der Linken zu gehen, der zufolge für die deutschen Opfer nichts zu empfinden sei, weil Deutschland schließlich für den Zweiten Weltkrieg und Holocaust verantwortlich ist.
Doch ein Blick auf die Homepage (
www.z-g-v.de) des "Zentrums gegen Vertreibungen" genügt, um zu sehen, daß solche Qualifizierungen offensichtlich frei erfunden sind. Es heißt dort auf der ersten Seite unmißverständlich: "Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in Berlin eine Dokumentationsstätte zu schaffen, die im geschichtlichen Kontext das Schicksal der deutschen Vertriebenen und die Veränderungen Deutschlands durch ihre Intergration sowie Vertreibungen und Genozid an anderen europäischen Völkern im 20. Jahrhundert in einem Gesamtüberblick erfahrbar zu machen." Ja, die deutschen Vertriebenen stehen an erster Stelle - ihr Schicksal soll schließlich dokumentiert und bedacht werden. Doch der zweite Teil des Satzes macht eindeutig klar, daß alle Vertreibungen und Genozide des 20. Jahrhunderts behandelt werden sollen. Wer sich nur flüchtig auf der Homepage umsieht, kann nicht übersehen, daß weder Deutschlands Ursprungsschuld am Zweiten Weltkrieg mit all seinen mörderischen Folgen unterschlagen wird noch das Zentrum ein Ort rückwärtsgewandten, selbstmitleidigen Verklärens der eigenen Opfer sein soll.Gewiß, die Betreiber des Zentrums bewegen sich auf dünnem Eis. Oft haben Vertriebene in der Geschichte der Bundesrepublik nicht sehen wollen, daß Hitler und Deutschland den Krieg verursacht haben; und oft auch haben sie, aufs eigene Elend starrend, den Holocaust kaum wahrnehmen wollen.
Wenn man es aber für legitim hält, aller unschuldiger Opfer zu gedenken, wären doch gerade jene zur Mitarbeit aufgerufen, denen ein selbstbezügliches Gedenken an die Vertreibung ein Albtraum ist. Gerade Linke und Liberale täten gut daran, das Zentrum nicht verhindern, sondern verbessern zu wollen. Da sie das aber partout nicht wollen, bleibt es beim alten parteipolitischen Frontverlauf: Erst mit einer regierenden Union käme das Zentrum aus der gesellschaftlichen Schmuddelecke heraus. Das ist bedauerlich.
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Neu am 18.Juni 05: In der Rubrik "GESCHICHTE" finden Sie einen Artikel mit dem Titel "ALPENVEREIN" über die "Sektion Eger und Egerland im Deutschen Alpenverein – Sitz Bubenreuth" von Frau Edith Bergler (Bayreuth)!
Der Kampf um den Gebrauch der Muttersprache begann schon während der Zeit der Habsburger Monarchie und er setzte sich in der Tschechoslowakei noch heftiger fort. 1927 nahm der Magistratsdirektor von Reichenberg im Sudetendeutschen Jahrbuch dazu Stellung. Diesen Artikel finden Sie ebenfalls unter der Rubrik GESCHICHTE: "Die deutsche Sprache in der Tschechoslowakei"
Neu im Juni: In der Rubrik "GESCHICHTE" finden Sie einen Erlebnisbericht von Friedrich Dorschner über die Vertreibung aus dem Egerland!
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